WKR Chiptuning – Niederlassung Starnberg

Fragen zum Chiptuning / FAQ´s

Warum nicht vom Hersteller? Wird die Belastung durch das Tuning erhöht?

Diese Fragen werden sehr häufig gestellt und das zu Recht. Grundsätzlich lehnen Hersteller das Chiptuning ab. Zum Einen, weil sie eine Produktgarantie gewähren, die naturgemäß nur eingehalten werden kann, wenn man um seine Produkte weiß. Das heißt, der Hersteller möchte vermeiden, dass Veränderungen vorgenommen werden, die nicht mehr in seinem Einflussbereich liegen und im schlimmsten Fall seine Produkte in Misskredit bringen könnten.

Zum Anderen möchte sich der Hersteller die Optionen offen halten, selbst bis zu einem gewissen Grad Chiptuning zu betreiben, so dass die Möglichkeit besteht, kostengünstig Modellpolitik zu betreiben.

So wird zum Beispiel im Hause Audi der altbekannte 1,8-Liter-Turbo, serienmäßig mit 150 PS, per Chiptuning auf 180 PS gesteigert. Eine Tendenz zum kostengünstigen Baugruppenmotor ist erkennbar, verschiedene Leistungsstufen werden mit Hilfe des elektronischen Eingriffs erzielt. Audi bietet auch einen 2,7-Liter-V6-Biturbo identischer Bauart in vier verschiedenen Leistungsstufen an: A6 2.7T Allroad (230 PS), A6 2.7T (250 PS), RS4 (380 PS), S4 2.7T (265 PS).
Ein gutes Beispiel ist auch der BMW E90. Die Modell 325 i und 330 i verfügen beide über den gleichen Hubraum von knapp 3,0 Litern. Bis auf marginale Unterschiede z.B. im Ansaugbereich (sogenannter “Soundgenerator”) sind beide Motoren identisch. Den Unterschied macht hier die Programmierung des Motorsteuergeräts: also 218 PS beim 325 i und 258 PS beim 330i. Der 325 i ist also ein über die Motorsteuerung “kastrierter” 330i.
Hieraus lässt sich klar ersehen, dass die Motoren erhebliche Ressourcen haben, der Hersteller diese jedoch aus modellpolitischen und betriebswirtschaftlichen Gründen unterschiedlich ausschöpft.

Die Belastung für die Fahrzeugteile hängt – genauso wie im Serienzustand – sehr von der Fahrweise des Nutzers ab.

Bei normaler Fahrweise entspricht die Belastung eines von uns getunten Fahrzeugs dem Serienstand. Dauernde Belastungen in der Kaltlaufphase sind selbstverständlich auch beim getunten Fahrzeug zu vermeiden. Genauso sollten sie ihren Turbomotor nach einer längeren starken Belastungsphase (z.B. nach einer schnellen Autobahnetappe an der Raststätte) nicht einfach ausstellen, sondern kurz nachlaufen lassen. Dass dies nötig ist, steht in den Bedienungsanleitungen der meisten Hersteller. Dies gilt selbstverständlich sowohl für optimierte, als auch für Serienfahrzeuge.

Muss der Umbau des Steuergeräts eingetragen werden?

Grundsätzlich bringt jede Änderung an ihrem Fahrzeug die Betriebserlaubnis zum Erlöschen.

Für viele Verbrauchs- und Leistungsoptimierung ist eine Eintragung in die Fahrzeugpapiere möglich. Falls dies gewünscht wird, fragen Sie uns bitte vor dem Umrüsttermin. Die Kosten für die Abnahme durch den Sachverständigen liegen in der Regel bei EUR 208,— Euro.

Bitte sprechen sie uns an, wir erklären ihnen sehr gerne, was zu tun ist!

Ändert sich die Haftpflicht-Versicherungsklasse oder die Schadstoffeinstufung?

Nein. Seit einigen Jahren werden Fahrzeuge bei der Kfz-Haftpflicht nicht mehr nach der Leistung, sondern nach sogenannten Typklassen eingestuft, die sich am Wert des Fahrzeugs orientieren. Deshalb ändert eine Leistungssteigerung nicht die Einstufung. Teilweise verlangen die Versicherungen aber einen Aufschlag auf die Prämien für getunte Fahrzeuge.

Steigt der Kraftstoffverbrauch?

Nein. Nach dem Umbau liegen bereits bei niedrigen Umdrehungszahlen höhere Drehmomente an. Daher sind Sie nicht mehr gezwungen, so oft wie bisher Vollgas zu geben, also vermindert sich der so genannte Vollgasanteil. In der Regel sinkt der Verbrauch nach dem Umbau daher sogar erheblich. Auch ihr Automatikgetriebe erkennt an der Gaspedalstellung den Beschleunigungswunsch und wird nach der Optimierung wegen des nun anliegenden höheren Drehmoments seltener den niedrigeren Gang einlegen.

Warum verwendet WKR keine “Zusatzsteuergeräte, Powerboxen”?

Bei der Verwendung von Zusatzsteuergeräten werden betriebsrelevante Sensorwerte vom Motor zum Steuergerät verfälscht. Durch diese Verfälschung der Werte (z.B Kühlmitteltemperatur, Fördermenge, Spritzbeginn und Rail-Druck) berechnet das Steuergerät logischerweise falsche Kennfelder für den anstehenden Betriebszustand. Durch diese Verschiebung wird zwar die Leistung und das Drehmoment erhöht, allerdings mit dem Nachteil, dass dadurch die anderen Kennfeldgrößen nicht angepasst werden.
Der Hersteller hinterlegt aus Gründen des Bauteileschutzes im Motorsteuergerät sogenannte Regelgrenzen (u.a. bei der Abgastemperatur und beim Ladedruck), bei deren Überschreitung das Motorsteuergerät die Leistung herunter regelt. Zum Beispiel wird ihr Fahrzeug an einem heißen Sommertag deshalb nicht ganz die Leistung haben, die es an einem Tag mit optimalen, niedrigeren Temperaturen hat.
All das ist mit einem Zusatzsteuergerät, dessen Wirkungsprinzip gerade die Verfälschung der beim Motorsteuergerät eingehenden Werte voraussetzt, nicht mehr gewährleistet!
Zudem sind uns, in unserer langjährigen Erfahrung, keine Zusatzsteuergeräte unter gekommen, die annähernd die gleichen Leistungswerte und vor allem die gleichen Eigenschaften für die Alltagstauglichkeit aufweisen konnten, wie ein komplett neu programmiertes Steuergerät.
Es gibt auch keinen Fahrzeughersteller, der auf Zusatzsteuergeräte für Änderungen am Motorsetup zurückgreift, vielmehr hat man bis vor einigen Jahren sehr häufig sogar die kompletten Motorsteuergeräte ausgetauscht, um Fahrzeuge mit einer neuen Software auszustatten, bzw. spielt heute einen neuen, verbesserten Serienstand in das Motorsteuergerät ein (sogenanntes Serviceupdate).

In der Regel ist ein Zusatzsteuergerät auch nicht in der Lage eine werksseitige Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit aufzuheben.

Was bedeutet OBD, und was heisst OBD-Tuning?

Unter OBD versteht man auf Neu-Deutsch “On Board Diagnostic”, was nichts anderes heisst, als dass im Fahrzeug über einen einheitlich genormten Stecker (OBD-Anschluss) alle Fahrzeugdaten diagnostiziert werden können. Über diesen Anschluss lassen sich beispielsweise Störungen im Fahrzeug auslesen und somit besser analysieren. Selbstverständlich kann man über diesen Anschluss auch gewisse Steuergeräte im Fahrzeug ohne Ausbau mit einer neuen Software bespielen (das sogenannte “Update”).

Bei Verwendung entsprechender Hardware und natürlich mit dem erforderlichen Knowhow, kann man auch Steuergeräte über diesen Anschluss auslesen, den Datenstand archivieren und dann ein geändertes Programm (Tuning) einspielen. Entscheidend ist aber immer noch, welche Software eingespielt wird. Also nicht alles, was als OBD-Tuning verkauft wird, ist gleich! Lediglich der Weg, auf dem die Software ins Steuergerät eingespielt wird.

Macht WKR auch ECO-Tuning (Öko-Tuning)?

Im Prinzip ja. Bei allen Turbodieseln und Bezin-Turbomotoren führt unsere Modifizierung zu einer Verbrauchsreduzierung. Bei derartigen Motoren kann der Ladedruck angehoben werden, was zu einer deutlichen Erhöhung des Drehmoments führt. Das bedeutet, dass bereits bei niedrigeren Drehzahlen viel mehr Leistung zur Verfügung steht, als zuvor. So kann in der Regel in einem höheren Gang gefahren werden. Das Drehzahlniveau sinkt. Dies führt unweigerlich zu einer Verbrauchsreduzierung. Reine Eco-Tunings, d.h. also Umrüstungen, bei denen ganz bewusst auf Spitzenleistung verzichtet wird und das Augenmerk wirklich nur auf die Reduzierung des Verbrauchs gerichtet ist, fertigen wir auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden selbstverständlich auch an. Wir sind jedoch der Meinung, dass die von uns angebotenen Abstimmungen den besten Kompromiss zwischen Fahrspaß und Verbrauchsreduzierung darstellen. Der Verbrauchsvorteil eines reinen Eco-Tunings ist nicht so groß, dass derartige Abstimmungen sinnvoll sind.

Ist eine Rückrüstung möglich?

Selbstverständlich rüsten wir Ihr Fahrzeug gerne kostenlos auf den von uns am Tag der Modifizierung ausgelesenen und archivierten Seriendatenstand zurück, wenn sie dies wünschen.

Sollten Sie noch Fragen haben, so stehen wir Ihnen natürlich und sehr gerne persönlich zur Verfügung.

Ihr WKR Starnberg Team

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Kontakt

WKR Starnberg GmbH
Thomas Ludwig
Am Mühlberg 16
82319 Starnberg

Telefon: +49 8151 973034
E-Mail: ludwig@wkr-starnberg.de